Die stickstoffschaummethode: für gut befunden

EINE SOLIDE GRUNDLAGE

Die Euthanasie von Geflügel und Schweinen mit Stickstoffschaum basiert auf 20 Jahren Forschung an niederländischen, britischen, schwedischen und amerikanischen Universitäten. In den Niederlanden hat RASA Stunning (und insbesondere dessen Vorgänger Anoxia BV) eine wichtige Rolle gespielt. Seit 2020 treibt das schwedische Unternehmen HEFT AB den Ausbau der Schaumtechnologie voran.

Es gibt keine ideale Methode zur Euthanasie kranker und verletzter Tiere, aber auf der Grundlage all dieser Forschungsergebnisse sind wir der Meinung, dass Stickstoffschaum die am wenigsten schlechte Methode ist. Bei der manuellen Tötung von Ferkeln (Kopfschlag) oder der Halsdislokation („Genickbruch“) von Geflügel – Methoden, die nach wie vor zulässig sind – kann bei der Durchführung viel schiefgehen. Bei Stickstoffschaum, einer Gasmethode, verläuft der Prozess blitzschnell, ohne unnötigen Stress, halbautomatisch und somit zuverlässig.

Stickstoffschaum verdrängt die Luft und sorgt innerhalb weniger Sekunden für eine sauerstofffreie Atmosphäre. Anschließend wird der Schaum mit Stickstoffgas aufgeblasen, sodass nur reiner Stickstoff zurückbleibt. (Abbildung: HEFT-Modell H1)

STELLUNGNAHME DER EFSA


Der Schutz von Tieren beim Töten ist in der EU-Verordnung 1099/2009 geregelt.

Aufgrund der zunehmenden Verwendung von Stickstoffschaum hat die Europäische Kommission im Jahr 2021 die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) um eine Stellungnahme zur Stickstoffschaummethode im Vergleich zu anderen Methoden gebeten. Die Arbeitsgruppe Tierschutz der EFSA hat 2024 einen Bericht veröffentlicht.

Diese wissenschaftliche Beratung erschien in Juni 2024.

Alternative zur Tötung im landwirtschaftlichen Betrieb: NEFS (Nitrogen Expansion Foam Stunning) in Containern bietet eine humane Alternative zur Tötung im Betrieb für andere Situationen als die Schlachtung, beispielsweise während eines Ausbruchs einer Infektionskrankheit.

Damit NEFS in Containern wirksam ist, ist es von entscheidender Bedeutung, durch die festgelegten technischen Bedingungen, die Schulung des Personals und die Überwachung der Verfahren für eine korrekte Durchführung zu sorgen. Hierfür wurden detaillierte Standards entwickelt.

Genauer gesagt:

Es lagen ausreichende Daten vor, um Empfehlungen ausschließlich zum Wohlergehen von Legehennen und Masthühnern aller Altersstufen sowie von Schweinen mit einem Gewicht zwischen 15 und 41 kg abzugeben. Für andere Kategorien (z. B. Puten oder leichte Ferkel) werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

Insgesamt schneidet die Stickstoffschaummethode im Vergleich zu anderen Methoden gut ab. Es wird erwartet, dass die Methode im Sommer 2026 in die europäische Gesetzgebung aufgenommen wird (Verordnung 1099/2009 zum Schutz von Tieren bei der Tötung). Dadurch kann Stickstoffschaum in der gesamten EU in Notfällen angewendet werden.